• Hygiene

Geniales System für bessere Händehygiene am Ziekenhuis Oost-Limburg (ZOL), Belgien

Tobias Gebhardt

Tobias Gebhardt

Chief Executive Officer

**Krankenhausstudien zeigen, dass 1 von 20 Patienten während ihres Krankenhausaufenthalts eine Infektion erwirbt. Bis zu 40% dieser Infektionen können durch bessere Händehygiene vermieden werden. Das Krankenhaus [Oost-Limburg (ZOL)](https://www.zol.be/), Belgien, möchte keine Gelegenheit verpassen, das Händehygieneverhalten zu überwachen. Ein geniales Sensorsystem namens "NosoEx" prüft für jede Berufsgruppe, wie gut die Händehygiene angewendet wird, damit bei Bedarf Anpassungen vorgenommen werden können. Auf diese Weise will das ZOL seine Patientensicherheit auf ein noch höheres Niveau heben.** Unsere Hände sind das schwache Glied in der Infektionskette, daher ist eine korrekte Händehygiene entscheidend, um Infektionen zu vermeiden. Leider wird die Händedesinfektion oft nicht wie erwartet durchgeführt. Internationale Statistiken zeigen, dass der durchschnittliche Prozentsatz der korrekten Compliance kaum 50% beträgt. Glücklicherweise hat das ZOL bereits ein besseres Ergebnis: Interne Audits zeigen, dass die Einhaltung der Händehygieneregeln zwischen 70 und 80% liegt. Um diesen Prozentsatz weiter zu erhöhen, hat das ZOL diese Woche als erstes Krankenhaus in den BeNeLux-Ländern das automatisierte System "NosoEx" installiert, um zu überprüfen, wie gut die Hände desinfiziert werden. "In zwei unserer Pflegestationen erhalten unsere Mitarbeiter und Ärzte einen Transponder (eine Art Ausweis)", erklärt Dr. Apr. Deborah Steensels vom Team Infektionsprävention. "Jeder Desinfektionsmittelspender ist mit einem Sensor ausgestattet und registriert, von welcher Berufsgruppe, wie oft, wie gut, wann und an welchem Ort die Hände desinfiziert werden. Händedesinfektionen von Besuchern werden ebenfalls erfasst." Für die Installation hat sich das ZOL mit Hypros (ehem. GWA Hygiene) (Unternehmen, das das NosoEx-Produkt anbietet), [Dialex Biomedica](https://www.dialexbiomedica.be/nl) (Lieferant von DAX-Desinfektionsmittel) und [Psimco](https://psimco.be/) (technischer Spezialist) zusammengetan. "Die Transponder haben verschiedene Farben", fährt Dr. Apr. Steensels fort. > "Jeder Berufsgruppe (z.B. Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten), die auf der Station aktiv ist, wird eine Farbe zugeordnet. Der Vorteil dabei ist, dass wir nicht nur ein Gesamtbild davon bekommen, wie gut die Händehygiene angewendet wird, sondern dass wir auch die Ergebnisse pro Berufsgruppe abbilden können. Folglich können wir bei Bedarf gezielt sensibilisieren und schulen. Die Datenerfassung erfolgt jedoch immer pro Berufsgruppe, da die Registrierung nicht mit dem Mitarbeiternamen verknüpft ist und somit anonym bleibt. Darüber hinaus gibt uns das System Rückmeldung über die verwendete Desinfektionsmittelmenge (2x Spenderpumpen für eine korrekte Händedesinfektion erforderlich) und welche Spender häufig genutzt werden und welche nicht. Es ist auch interessant, die Daten der Abteilungen zu vergleichen, um eine Art gesunden Wettbewerb zu schaffen." > > — Dr. Apr. Deborah Steensels (Klinische Biologie) Zunächst startet das NosoEx-Pilotprojekt mit zwei Pflegestationen und könnte später auf die Intensivstationen für zwei Jahre erweitert werden. Bei einer positiven Evaluation hofft das ZOL, das System auf weitere Abteilungen auszuweiten. ![ZOL NosoEx POC Sensor](/blog/migrated/zol-poc-sensor.jpg) _Point-of-Care-Sensor unter der Flasche zur Überwachung des Desinfektionsverbrauchs_
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